Reisebericht von Wolfgang

Freitag, 9. November 2012

Meine Zeit auf dem Birkenhof werde ich nie vergessen. Ich war für eine Woche dort und wollte mir dort vor allem Ruhe antun. Reiten oder ausufernde Wanderungen waren nicht mein Ziel. So habe ich vorwiegend die Natur genossen. Der Herbst war nämlich wahrlich golden, sodass ich mir viele wärmende Sonnestrahlen einverleiben konnte. 

Der Birkenhof ist von vielen Wäldern umgeben. Obwohl es vorwiegend Forstwälder mit wenig Baumarten sind, also auf den ersten Blick etwas langweilig wirkten, hat mich die Stimmung sehr eingenommen. In Deutschland war ich bislang in keinem Wald, wo ich nicht doch irgendwann auf andere Menschen traf. Hier konnte ich stundenlang und ungestört durch den Wald spazieren. Es hatte stellenweise auch was unheimliches, als nur aus weiter Ferne leises Vogelgezwitscher durch das Geäst hallte und sonst totale Stille herrschte. Nicht einmal Straßenrauschen war zu vernehmen.

Ein leuchtender Baum

Da ich als einziger Gast da war, habe ich auch viel mit Willi unternommen und ihn dadurch näher kennengelernt. Zudem haben wir meistens gemeinsam gefrühstückt und zu Abend gegessen. Ich habe mich sehr wohl in seiner Gegenwart gefühlt. Willi ist ein sehr zuvorkommender Gastgeber, sagt aber auch ohne lange um dein heißen Brei zu reden, was er denkt. Das fand ich sehr sympatisch.

Obwohl ich es nicht vorhatte, traute ich mich auch mal mit Willis Hilfe aufs Pferd – zum ersten Mal überhaupt. Zum Pferdenarr bin ich allerdings nicht geworden. ;-) Weitere Reitübungen habe ich mir und dem Pferd dann erspart. Wer nicht zum Reiten zum Birkenhof kommt, findet fußläufig keine großen Sensationen in der Umgebung. Da muss man schon mindestens zum Fahrrad greifen. Doch genau diese Unaufgeregtheit ist perfekt für einen Erholungsurlaub, um mal richtig runter und wieder bei sich selbst anzukommen.

Wolfgang

Gleißender Mondschein im Herbst.